Bericht der Referentin für Schulsport

 

Tischtennis-StadtVerband Wolfsburg e.V.


Bericht der Referentin für Schulsport des TTVW

 

Liebe Tischtennisspielerinnen und Tischtennisspieler im Tischtennis-Stadtverband Wolfsburg,

unser Sport ist in der Schule nicht nur im Bereich der Pausenbeschäftigung beliebt, sondern er zieht schon länger größere Kreise. Tischtennis ist im Kerncurriculum des Landes Niedersachsen verankert und auch im Bereich des schulübergreifenden Wettkampfes, ob als Individualsportart oder als Mannschaftskampf, wird Tischtennis in Wolfsburg praktiziert. Ich darf seit zwei Jahren als Referentin für Schulsport diesen Bereich unterstützen.

 

Tischtennis im Wolfsburger Schulwesen

In den letzten beiden Jahren hat der niedersächsische Schulsport vermehrt auf das Rückschlagspiel Tischtennis in seinem Kerncurriculum gesetzt. So war im Abitur 2016 Tischtennis ein Semesterthema, welches abgeprüft wurde. Hieraus ergab sich besonders im Schuljahr 2015/16, dass die Wolfsburger Vereine haben dadurch durchaus davon profitiert, indem sie zeitweilig oder sogar dauerhaft „Besuch“ von Oberstufenschülern bei ihrem Training erhalten haben.

Ebenso sind einige Vereine im Ganztagsbereich der Grund- und weiterführenden Schulen etabliert, indem sie auf Ebene der Arbeitsgemeinschaften sich engagieren (u.a. MTV Vorsfelde und TSV Ehmen). Die eingesetzten Trainer binden durch ihr Training oftmals interessierte Kinder und Jugendliche an den Verein. Es ergab sich in den letzten beiden Jahren somit schon oftmals eine Win-Win-Situation, da die AG-Kinder in das Vereinswesen übergingen.

 

Schulinterne und schulübergreifende Wettkämpfe

Die beliebtesten Tischtennis-Wettkämpfe in Wolfsburg sind:

• Jugend trainiert für Olympia

• Mini-Meisterschaft

• Rundlauf-Team-Cup

Alle wurden in den letzten beiden Jahren erfolgreich durchgeführt.

 

Jugend trainiert für Olympia

Der Mannschaftswettkampf bei „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) wird nach einem speziellen Spielmodus von 6 Stammspielern ausgetragen und das Turnier gehört in Wolfsburg seit Jahrzehnten zur guten Tradition.

Im Januar 2016 wurde aufgrund nur weniger Meldungen kein Kreisentscheid in Wolfsburg ausgetragen, sodass die Wolfsburger Schulmannschaften direkt nach Helmstedt zum Bezirksvorentscheid fuhren. Hier traten in der Altersklasse II der Jungen das Ratsgymnasium gegen das Albert-Schweitzer-Gymnasium an, in der Altersklasse III der Jungen die Ratsgymnasiasten gegen das Albert-Schweitzer-Gymnasium und in der Altersklasse IV (gemischt) das Albert-Schweitzer-Gymnasium gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium. In jeder Altersklasse waren auch Helmstedter Schulmannschaften gemeldet. Zum Bezirksentscheid nach Braunschweig fuhren: AK II und III Ratsgymnasium, und AK IV ein Helmstedter Gymnasium.

Im Januar 2017 wurde der Kreisentscheid Wolfsburg in der Sporthalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums unter meiner Turnierleitung mit Unterstützung durch Herrn Arnhold (Ansprechpartner des Kultusministeriums für den JtfO im Kreis Wolfsburg) ausgetragen. Es traten in drei Altersklassen erstmalig die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule mit zwei Mannschaften an, zudem traten das Phoenix-Gymnasium mit zwei Mannschaften, das Theodor-Heuss-Gymnasium mit einer Mannschaft sowie die Gastgeber mit zwei Mannschaften an. Das Phoenix-Gymnasium setzte sich in den Altersklassen II und IV der Jungen durch, das THG gewann die Altersklasse III. Im Bezirksvorentscheid konnte sich durch das Turnier leider keine Wolfsburger Mannschaft für den Bezirksentscheid qualifizieren.

Die Mädchenmannschaft der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule hatte keine Gegner im Kreis, sodass sie von vornherein zum Bezirksentscheid geladen war.

 

mini-Meisterschaften

In den letzten beiden Jahren hat nur die Altstadtgrundschule Vorsfelde (2016) in Kooperation mit dem MTV Vorsfelde sowie das Albert-Schweitzer-Gymnasium (2016 + 2017) die mini-Meisterschaften ausgetragen. Das ist, gemessen an der Anzahl der Schulen, eine äußerst niedrige Zahl. Hier wünsche ich mir für den Wolfsburger Tischtennissport noch ein stärkeres Engagement und eine engere Kooperationen zwischen Schule und Verein. Die Schulen werden zwar regelmäßig durch den ttvn informiert, dass die mini-Meisterschaften ab September bis Februar ausgetragen werden können, jedoch scheint die Information in Wolfsburg ohne Zutun der Vereine vor Ort keine Früchte zu tragen.

 

Rundlauf-Team-Cup

Im Rundlauf-Team-Cup wird insbesondere den 3. und 4. Klässlern das Angebot gemacht, sich als Mannschaft im Tischtennissport zu präsentieren. Wolfsburg ist seit 8 Jahren aktiv dabei, insbesondere durch Günter Donaths Einsatz, die Grundschulen zu diesem besonderen Turnier zu animieren. Dabei ist die Unterstützung durch die Vereine unbedingt nötig und sinnvoll. Denn es ließ sich folgendes beobachten: Zum einen sind die Lehrkräfte oftmals mit dem Regelwerk und dem Sport nicht vertraut genug, zum anderen sind diese außerunterrichtliche Aktivität zwar grundsätzlich für die Grundschulen interessant, bedeutet es aber auch Mehraufwand für die Lehrkräfte, sodass viele Schulen ohne Tischtennis-AG sich die Teilnahme am Turnier nicht trauen. Es hat sich herausgestellt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Verein die fruchtbarste ist, um möglichst viele SchülerInnen vom Tischtennis zu begeistern. Vorbilder sind hier u.a. die Vereine/Schulen in Fallersleben und Ehmen/Mörse, die bisher stets an dem Turnier teilgenommen haben. Weitere Informationen zu den Spielergebnissen 2016 und 2017 sind im Bericht des Referenten für Jugendsport nachzulesen.

 

Abschließende Beurteilung und Ausblick

Der Tischtennissport lebt in Wolfsburg und ist in den Grundzügen gefestigt und aus dem Schulalltag nicht wegzudenken. Es bedarf aber weiterer, engagierter Arbeit, um ihn noch stärker auszuweiten. Viele Grundschulen und weiterführende Schulen werden zwar über E-Mails und Briefe zu den Turnieren eingeladen, jedoch bewegt sich nur etwas, wenn auch Vereine oder engagierte Tischtennisspieler unterstützend mitwirken.

Zukünftig könnte das Angebot noch erweitert werden, wenn beispielsweise Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres oder Bundesfreiwilligendienstler im Sport angestellt werden. Zudem wäre es möglich, Fortbildungen für Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit dem ttvn zu initiieren. Hierin liegen die zukünftigen Aufgabenfelder.

Es ist lobenswert, dass viele Wolfsburger sich bereits für den Tischtennissport in Schulen engagieren und ihre Zeit und Kraft investieren. Hierfür spreche ich allen ehrenamtlichen Helfern meinen herzlichen Dank aus.

 

Mit sportlichen Grüßen

Hellen Niemann

- Referentin für Schulsport des TTVW -